Wie oft steigen die Menschen in Sachsen aufs Rad?
In Sachsen werden laut der Studie „Mobilität in Deutschland“ 8 von 100 Alltagswegen mit dem Fahrrad zurückgelegt. Bundesweit sind es 11 von 100 Wegen. Sachsen liegt damit unter dem Bundeswert.
Zugleich sagen die Daten auch: Das Fahrrad ist für einen Teil der Menschen fest im Alltag verankert. 14 von 100 Sachsen fahren täglich oder fast täglich Rad, etwa 15 von 100 immerhin tun es ein bis drei Tage pro Woche, doch 42 von 100 dagegen nie oder fast nie.
Wo wird in Sachsen besonders viel geradelt?
Für Dresden, Leipzig, Chemnitz und Görlitz liegen offizielle kommunale Daten vor, auch wenn sie aus unterschiedlichen Erhebungen stammen. Am höchsten ist der Radanteil in diesem Vergleich in Leipzig.
Dort werden laut städtischer Mobilitätsbefragung 2023 knapp 20 von 100 Alltagswegen mit dem Fahrrad zurückgelegt. In Dresden sind es nach einer Erhebung der TU Dresden 16 von 100 Wegen.

Deutlich niedriger liegen Görlitz mit acht Prozent Radverkehrsanteil und Chemnitz mit sieben Prozent.
Leipzig liegt beim Alltagsradeln etwa zweieinhalbmal so hoch wie der Landeswert von etwa acht Prozent, Dresden etwa doppelt so hoch, während Görlitz und Chemnitz ungefähr auf Sachsen-Niveau liegen.
Was zeigen die Zahlen zum Stadtradeln 2025?
Beim Stadtradeln wird nicht der normale Alltag gemessen, sondern eine Aktion über wenige Wochen. Trotzdem zeigen die Zahlen, wie viele Menschen sich in Sachsen fürs Radfahren mobilisieren lassen.
In elf sächsischen Städten, für die offizielle Teilnehmerzahlen vorliegen, kamen 2025 insgesamt 37.008 Menschen zusammen.

In Dresden kamen 2025 nach Angaben der Stadt mehr als 9400 Teilnehmende zusammen. Sie legten 1.917.165 Kilometer zurück. Das entspricht fast 48 Erdumrundungen.
Chemnitz meldete 3649 aktive Radelnde, 209 Teams und 705.741 Kilometer. In Zwickau waren es 697 Teilnehmende, 58 Teams und 150.160 Kilometer.

Pirna kam auf 769 Teilnehmende und 204.465 Kilometer, Meißen bei der ersten Teilnahme auf 526 Aktive und 88.307 Kilometer. Die Werte sind zwischen Städten nur eingeschränkt vergleichbar, weil die Aktionszeiträume unterschiedlich waren.
Sie zeigen aber, dass das Radfahren in Sachsen nicht nur im Alltag eine Rolle spielt, sondern auch viele Menschen für gemeinsame Aktionen erreicht.
Wer kam 2025 zum SZ-Fahrradfest – und was ist dieses Jahr geplant?
Für 2026 sind fünf Touren angekündigt, mit Längen von 5, 30, 60, 80 und 206 Kilometern. Zusammen sind das 381 Kilometer.
Trotz einer Tour weniger wächst das Angebot also um 99 Kilometer. Das Fest wird breiter statt kleiner: von der kurzen Familienrunde bis zur langen VeloTour.
Welche Fahrräder werden derzeit in Deutschland gekauft?
Eine Übersicht zu den verkauften Fahrrädern stammt vom Zweirad-Industrie-Verband. Sie ist keine amtliche Statistik, gilt aber als Branchenstandard.
Danach wurden 2025 in Deutschland 3,8 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft. Das sind mehr als 10.000 Räder pro Tag. 2 Millionen davon waren E‑Bikes.
Im vergangenen Jahr kamen mehr als 5700 Personen zum SZ‑Fahrradfest. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Zeithain – nur auf Fahrrädern. 2025 kamen die sechs Strecken zusammen auf 282 Kilometer.
Damit war mehr als jedes zweite neu verkaufte Rad elektrisch unterstützt. Bei den klassischen Rädern führt das Trekkingrad, bei den E-Bikes das E‑Mountainbike. Die Verkaufszahlen sprechen damit für einen Markt, in dem nicht nur der kurze Weg zum Bäcker zählt, sondern auch Touren, Freizeit und längere Strecken wichtig erscheinen.
SZ
