Am 28. Juni ist es wieder soweit, bereits zum 30. Mal lädt die Sächsische Zeitung dann zum SZ-Fahrradfest ein. Eine gute Gelegenheit, einmal im Zeitungsarchiv zu stöbern - auf der Suche nach den schönsten Fotos und Erinnerungen.
2000 Teilnehmer beim ersten SZ-Fahrradfest
Los ging es am 21. Juli 1996. Mehr als 2000 Menschen traten beim ersten Sächsischen Fahrradfest der SZ an - vom Kindergarten- bis ins Seniorenalter. In grün-weißen Trikots gingen sie damals auf die 20-, die 54- und die 136-Kilometer-Tour durch und um die Landeshauptstadt. 3000 weitere Besucher feuerten sie an und genossen die Festlichkeiten am Dresdner Altmarkt.
Mit dabei waren Sportlegenden wie Radsprint-Weltmeister Michael Hübner, die olympische Eisschnellläuferin und Bahnradsport-Weltmeisterin Christa Luding und Gabi Seyfert, Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Eiskunstlauf. Den Startschuss gaben Regierungspräsident Helmut Weidelener und SZ-Chefredakteur Wolfgang Schütze. Auch in den folgenden Jahren waren viele Promis aus Sport und Politik am Start.


Über Stock und über Stein: Jedes Jahr unterschiedliche Routen
Über die Jahre hat das Angebot der Touren, zwischen denen die Fahrradfestteilnehmer wählen können, regelmäßig gewechselt. Beim ersten Fahrradfest standen drei verschiedene Strecken zur Auswahl, 2005 waren es sechs, in diesem Jahr sind es fünf. Die kürzeste von ihnen ist für gewöhnlich eine kleine Tour durch die Dresdner Innenstadt zwischen 5 und 10 Kilometern, die längste war mal 125, mal 140, und im Jahr 2001 sogar gestandene 158 Kilometer lang. Es ging bereits nach Meißen, Pirna, Radebeul, in die Sächsische Schweiz und ins Erzgebirge. Auch wurde schon der ein oder andere Abstecher nach Brandenburg gemacht.
Besonders beliebt ist die 20 bis 30 Kilometer lange Volksradtour am Elbufer, auch als AOK-Plus-Tour bekannt, die jedes Jahr ein breites Publikum von Alltagsradlern anzieht.
Das außergewöhnliche Highlight in diesem Jahr ist die 206 Kilometer lange VeloTour, bei der ambitionierte Sportler bis kurz vor Berlin radeln können.



Bei 2000 Teilnehmern wie im ersten Jahr blieb es nicht, von Jahr zu Jahr kamen mehr Radler zusammen. 1998, zwei Jahre nach dem ersten Startschuss, hatte sich die Zahl der Anmeldungen schon fast verdoppelt, bis 2002 verdreifacht.
Die 6000 Teilnehmer kamen in dem Jahr so unerwartet, dass noch vor Ende der Veranstaltung die Medaillen und die dunkelgrünen T-Shirts ausgingen. Fast 10.000 Radfahrer gingen im Rekordjahr 2007 an den Start. In den darauffolgenden Jahren radelten meist zwischen acht- und zehntausend Menschen mit.
Fahrradfest heißt FamilienfestSchon immer ist das SZ-Fahrradfest als eine familienfreundliche Veranstaltung konzipiert. Jedes Jahr treten Eltern hier mit ihren Kindern zusammen in die Pedale. Und wer einmal dabei war, kommt oft auch im nächsten Jahr wieder. Für viele Familien ist das Fahrradfest zu einer festen Tradition geworden.

Auch beim Programm am Startplatz in der Dresdner Innenstadt, etwa auf dem Altmarkt oder dem Theaterplatz, wird an die jüngeren Besucher gedacht. Neben einer spannenden Bühnenshow gab es für die Kinder über die Jahre immer etwas zum Mitmachen – ob ein Geschicklichkeitsparcours, ein Riesentrampolin mit Bungeeseilen oder eine Bastelstraße, wo eigenen Sicherheitsfähnchen fürs Fahrrad gestaltet werden konnten.
In diesem Jahr gibt es für die Jüngsten und ihre Familien die Fünf-Kilometer-LIDL-Tour mit Begleitung durch Polizei und das Maskottchen der AOK Plus.

Ob Bier oder Banane: Für Verpflegung ist immer gesorgt
Ganz wichtig bei jeder Radtour: die Verpflegung. Mal gab es klassisch Bananen und Wasserflaschen, mal wurde es etwas würziger. An die Spreewälder Gurken, die die Radler bei einem Zwischenstopp in Radebeul oder am Ziel am Altmarkt erhielten, erinnern sich viele auch noch Jahre später.


Ein heißes Rennen
Da das Fahrradfest immer zwischen Juni und August stattfindet, ist Hitze nichts Ungewöhnliches. 35 Grad können es da schon mal werden, oder wie beim 20. Jubiläum im Jahr 2015 sogar fast 40 Grad. Es war das heißeste Wochenende des Jahres und Abkühlen war die Priorität Nummer eins. Außer sich schlicht mit Wasser zu begießen, ließen sich manche Sportler auch kreativere Lösungen einfallen, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Ein nasses Tuch im Nacken oder unter dem Helm war eine beliebte Methode, ebenso wie kalte Gelkompressen und Eisspray an den Waden. Manche wickelten auch ihre Wasserflaschen in Alufolie, um sie vor den extremen Temperaturen zu schützen.

Doch auch mit nassem Wetter hatten die Radfahrer schon zu kämpfen. Das 24. Fahrradfest begann etwa mit strömendem Regen, und obwohl der Himmel sich im Laufe des Tages aufhellte, unterschätzten einige Radler die nassen Straßen, rutschten aus und stürzten. Glücklicherweise waren die Hilfskräfte schnell zur Stelle, sodass sich niemand ernsthaft verletzte.


Grün, ja grün sind alle meine T-Shirts
Zu einem jeden Fahrradfest gehört auch die passende Kleidung: das typisch grüne T-Shirt, das jeder Teilnehmer mit seinem Startpaket erhält. Viele Jahre war es dunkelgrün und weiß – die damaligen Farben der Sächsischen Zeitung. Als die Zeitung auf einen helleren Grünton umstieg, bekamen auch die Fahrradfest-Trikots 2015 einen neuen Look.

Doch nicht nur mit T-Shirts kann sich ein Fan des Fahrradfests ausstatten. Mal verkaufte die SZ den passenden Helm, mal eine schicke Sportbrille. Und auch außerhalb der Sportkleidung haben die Fahrradfestteilnehmer modisch viel zu bieten. Ob als Hai oder als Wikinger: Verkleidete Radler sorgten in den vergangenen 30 Jahren immer wieder für heitere Stimmung bei ihren Mitfahrern.


Nicht nur klassische Fahrräder
Neben klassischen Fahrrädern sind auch andere Gefährte beim Radelfest zugelassen. Ob Tandems, Mountainbikes, Dreiräder, Handbikes, oder eigene Konstruktionen – die Pedaleure können mit fast jedem Rad antreten, solange es nicht versicherungs-, kennzeichen- und fahrerlaubnispflichtig ist. Nur Einräder sind generell nicht erlaubt.


Am Ziel gibt es eine Medaille
Beim Fahrradfest wird eher mit- als gegeneinander gefahren. Denn wenn der Tag geschafft ist, bekommt jeder Teilnehmer eine Teilnehmerurkunde und eine Medaille. Meist durfte man sich in diese noch Namen und Strecke eingravieren lassen – auch in diesem Jahr gibt es dieses Angebot.


Wer sich auch in diesem Jahr einer sportlichen Herausforderung stellen und mit einer Medaille nach Hause gehen möchte, kann sich noch bis zum 21. Juni online für das Fahrradfest anmelden, oder bis zum 20. Juni in einem DDV-Lokal. Am Festwochenende sind kurzfristige Anmeldungen außerdem am Startpunkt an der Pieschener Allee möglich.

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